Vorfilter Gartenpumpe montieren

Vorfilter an der Gartenpumpe richtig montieren

Durch einen Vorfilter erhöht sich die Lebenserwartung einer Gartenpumpe, aber nur, wenn der passende Filter richtig montiert wird.  

Bei einer Gartenpumpe sollte es generell nie die Frage gestellt werden, ob ein Vorfilter zu installieren ist. 

Schon feinste Sandkörner verursachen selbst  hochwertigen Gartenpumpen bereits Schäden, die die Lebenserwartung des Gerätes erheblich verkürzen. Beim Ansaugen werden alle Schwebstoffteilchen derart beschleunigt, dass diese wie Meteoriten auf einer Planetenoberfläche einschlagen.

Sind zahlreiche dieser Teile im Wasser enthalten, sieht das Innenleben der Gartenpumpe binnen kurzer Zeit aus, als wäre es mit dem Sandstrahler malträtiert worden. Bei stark mit Schwebstoffen belastetem Wasser ist es deshalb ratsam, keine Klarwasserpumpe einzubauen, sondern auf eine Schmutzwasserpumpe auszuweichen. Diese Pumpen besitzen ein speziell Innenleben, zu dem auch besonders gehärtete Metallkomponenten gehören.

Schwimmen sogar größere Teile im Wasser, sollten Schmutzwasserpumpen mit Häckselwerk zum Einsatz kommen. Diese Pumpenmodelle wurden durch eine Art Schredder ergänzt, der auch etwas größeres Treibgut in kleine Stücke verwandelt. Allerdings ist dann am Ende des Gartenschlauchs ein großer Auslass notwendig, denn die normalen Gartendüsen würden binnen Minuten verstopfen. In folgendem Artikel erfährst du mehr über die Fachgerechte Installation von einer Gartenpumpe.

Vorfilter für Klarwasserpumpen 

Grundsätzlich kommen bei Zisternen, Brunnen oder Wassertonnen Klarwasserpumpen als Gartenpumpe zum Einsatz. Eine berechtigte Frage bei dieser Art von Gartenpumpen ist, welcher Filter mit welcher Kapazität zu installieren ist. Die für den Gärtner wichtigsten Filtertypen sind:

  • Schwebstoff- / Partikelfilter
  • Eisenfilter 

Beim Eisenfilter handelt es sich um eine besondere Bauart, die relativ selten benötigt wird. 

Vorfilter für Klarwasserpumpen

Allerdings: Hast du festgestellt, dass in deinem Garten die meisten Pflanzen eher schlecht gedeihen, nur wenige dafür um so besser, dann solltest du eine Wasseranalyse durchführen lassen. Oft ist das Grundwasser, sprich Brunnenwasser stark eisenhaltig. In Extremfällen lässt sich dies bereits an der Farbe des Wassers erkennen. Lässt du eine Pfütze Wasser in einem Eimer einen Tag lang stehen und du findest dann statt klarem Wasser eine braune Brühe vor, kannst du von einer hohen Eisenbelastung im Brunnenwasser ausgehen. Das mögen einige Pflanzen nicht so gerne, weshalb die Eisenpartikel im Wasser reduziert werden müssen. 

Eisenfilter 

Ein Eisenfilter ist in der Regel kaum von einem Partikelfilter zu unterscheiden. Auch der Eisenfilter hält Schwebstoffe zurück. Obendrein bindet er durch starke Magneten das Eisen, dessen Anteil so im Wasser reduziert wird. Dieses zusätzliche Bauteil im Wasserversorgungssystem muss häufiger gereinigt werden, abhängig davon, wie hoch die Eisenbelastung des Wasser ist. Grund dafür ist, dass die Magneten nur eine bestimmte Menge Eisen binden können. Ist deren Kapazität überschritten, kann nachfolgendes Eisen ungehindert passieren. 

Partikelfilter –  Schwebstofffilter 

Für Gartenpumpen werden in der Hauptsache zwei Filtertypen als Schwebstofffilter angeboten. Gebräuchlich ist der Vorfilter, der mit einer Membran ausgestattet ist. Diese Membran besteht vorzugsweise aus einer dünnen Platte rostfreiem Stahl, in die winzige Löcher gestanzt wurden. Enthält der Vorfilter eine auswaschbare oder austauschbare Kartusche, handelt es sich fast immer um einen sogenannten Feinfilter. Mit dieser Konstruktion können bis zu 99% aller Schwebstoffe aus dem Wasser entfernt werden. Feinfilter werden zumeist nur dann eingesetzt, wenn mit dem Wasser aus Zisterne oder Brunnen auch die Toilettenspülung, die Waschmaschine und der Geschirrspüler versorgt werden sollen.  

Optimale Filterkapazität auswählen 

Der häufigste Fehler bei der Auswahl des Vorfilters für eine Gartenpumpe hängt mit der Durchflussmenge je Stunde zusammen. Je höher die Filterkapazität eines Partikelfilters ist, desto größer ist dieser. Grund dafür ist, dass nur über eine entsprechend großflächige Membran auch größere Wassermengen gereinigt werden können. Oft ist den Käufern der Vorfilter zu groß oder zu kostspielig. Deshalb fällt die Kaufentscheidung oft zugunsten eines kleineren Modells mit geringerer Durchflussmenge, was fatale Folgen haben kann. Das wird an einem zugegeben krassen Beispiel deutlich (um diesen Fehler zu vermeiden, solltest du unseren Artikel über die „Ideale Leistung einer Gartenpumpe“ durchlesen): 

Optimale Filterkapazität

Die Wasserpumpe hat eine Kapazität von 10.000 l/h.

Der Vorfilter kann lediglich 5.000 l/h reinigen. Besteht das Verbindungsstück zwischen Vorfilter und Gartenpumpe aus einem relativ weichen Schlauch, wird dieser durch die Pumpe platt gesaugt, es fließt kein Wasser mehr, die Pumpe überhitzt und wird zerstört. Ist die Differenz der Kapazitäten von Gartenpumpe und Vorfilter weniger krass, muss die Pumpe noch immer gegen den Vorfilter ankämpfen, was zum frühzeitigen Verschleiß der Gartenpumpe führt. Überdies kann es passieren, dass durch den erheblichen Druckunterschied die Membrane beschädigt wird und somit der Vorfilter seine Funktion verliert.

Vorfilter für Gartenpumpen etwas großzügiger bemessen  

Es sollte immer ein Vorfilter gewählt werden, der mindestens die Menge an Wasser reinigen kann, die als Fördermenge auf der Pumpe angegeben ist. In der Praxis hat es sich bewährt, den Vorfilter um 10% bis maximal 25% größer zu wählen. Grund dafür ist, dass beim Filtern des Wassers die Membrane zusehends verstopft. Je mehr Wasser gefiltert wird, desto geringer wird demnach die Durchflussmenge. Wird der Filter nicht in kurzen Abständen gereinigt, kann sich die Kapazität eines Vorfilters um 50% und mehr verringern, je nach Verschmutzungsgrad des Wassers und Dauer des Einsatzes ohne Reinigung. 

Aus meiner Zisterne saugt eine Gartenpumpe mit einer Förderleistung von 7.500 l/h das Wasser an. Dazu habe ich einen Vorfilter eingebaut, der 9.000 l/h reinigen kann. Den Filter selber muss ich im Durchschnitt alle 14 Tage säubern, damit die Gartenpumpe permanent ausreichend gereinigtes Wasser ansaugen kann.   

Schrittweise Einbaueinleitung für Vorfilter an einer Gartenpumpe

Es sind nur einige wenige Punkte, die bei der Installation eines Vorfilters an einer Gartenpumpe zu beachten sind. Allerdings sind diese essentiell, denn andernfalls kann das System den Dienst versagen oder die Pumpe wird beschädigt. 

Vorfilter Einbauanleitung

Schritt 1 

Wie immer bei Arbeiten an elektrischen Anlagen, so auch bei der bloßen Installation eines Vorfilters: Das System stromlos schalten / den Netzstecker ziehen. 

Schritt 2

Verbinde zuerst den Vorfilter mit der Gartenpumpe, wozu ein hochwertiger Gartenschlauch bestens geeignet ist. Einige Geräte besitzen spezielle Kupplungen, andere nur ein Aufsatzstück. Ja nach Ausführung benötigst du entweder Schlauchschellen oder Teflonband, um die Verbindung sicher abzudichten.

Achtung: Bemesse das Verbindungsstück zwischen Vorfilter und Gartenpumpe nicht zu großzügig. In der Praxis hat es sich als vorteilhaft erwiesen, den Filter möglichst nahe am Gerät anzubringen. Grund hierfür ist, dass so in der Regel der Filter bequem zu reinigen ist, weil leicht erreichbar. 

Schritt 3 

Schließe nun den Vorfilter auf geeignete Weise am Saugrohr oder dem Saugschlauch an. Achte darauf, dass die Verbindung dicht ist, damit die Gartenpumpe keine Luft ansaugen kann. Die Durchflussrichtung ist übrigens für gewöhnlich durch Pfeile gekennzeichnet, die entweder auf der Kupplung oder gleich daneben angebracht sind. 

Schritt 4

Fülle nun zuerst das Saugrohr / den Saugschlauch mit Wasser. Durch das Rückschlagventil am Ende der Ansaugleitung kann das Wasser nicht herauslaufen. So verhinderst du, dass die Pumpe Luft ansaugt, was zu Schäden an der Pumpe führen kann. 

Schritt 5

Nun musst du die Pumpe, das Verbindungsstück und den Vorfilter mit Wasser füllen, damit die Pumpe nicht trocken anläuft und beschäftigt wird. Dazu nutzt du die Entlüftungsschraube und den Füllstutzen an der Pumpe. Eventuell musst du das Gerät etwas schütteln oder bewegen, damit die Luftblasen vollständig entweichen können. 

Schritt 6

Stelle die Energieversorgung wieder her und starte die Pumpe zu einem Probelauf. Sollte nicht binnen kürzester Zeit Wasser gefördert werden, befindet sich wahrscheinlich zu viel Luft im System. Entlüfte erneut, fülle Wasser nach und starte einen weiteren Probelauf. 

Sollte noch immer kein Wasser laufen, hast du vielleicht vergessen die Schutzfolie von der Metallmembran abzuziehen. Oft wird die Membran vom Hersteller für den Transport mit einer hauchdünnen Adhäsionsfolie beklebt, um Staub fernzuhalten und Kratzer zu vermeiden.  Wenn du Probleme mit dem Trockenlaufschutz deiner Gartenpumpe haben solltest, klicke auf den farblich markierten Link, um mehr zu erfahren.