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Mit einer Tauchpumpe einen vollgelaufenen Keller trocken legen  

Die Bilder von gefluteten Häusern während der Überschwemmungen in Zentraleuropa sind uns allen noch präsent. Aber auch Starkregen, ein Wasserrohrbruch oder eine defekte Waschmaschine können einen Keller binnen kurzer Zeit unter Wasser setzen. Wichtig ist, dass die Wassermassen so schnell als irgend möglich aus dem Keller gepumpt werden, um noch gravierendere Folgeschäden zu vermeiden, darunter die schwer zu bekämpfende Bildung von Schwarzschimmel. Wie du einfach und sicher deinen Keller im Falle einer Überschwemmung trocken legen kannst, ist das Thema dieses Heimwerker-Reports. 

Tauchpumpe Keller auspumpen

Welche Art Pumpe kommt beim Trockenlegen überfluteter Keller zum Einsatz? 

Entscheidend bei der Wahl der idealen Pumpe zum Trockenlegen eines überschwemmten Kellers ist die Konsistenz des abzupumpenden Wassers. Sind ein Fluss oder ein Bach über die Ufer getreten, ist der Keller für gewöhnlich mit einer schlammig braunen Brühe gefüllt. Dieses Ergebnis liegt zumeist auch dann vor, wenn Starkregen durch die Kellertür zum Garten eingedrungen ist (in einem weiteren Artikel verraten wir dir auch, ob sich der Kauf einer frostsicheren Tauchpumpe lohnt).

In derartigen Fällen ist eine Klarwasserpumpe als Tauchpumpe überfordert. Die Schwebstoffe und das Treibgut im Wasser würden zwangsläufig das Pumpwerk zerstören. Vor allem kleine Steinchen und die reichlich vorhandenen Sandkörner agieren durch die hohe Geschwindigkeit in einer Kreiselpumpe wie Geschosse, die massiv dem Pumpwerk schwere Schäden zufügen, insbesondere den Kreiselkammern. 

Aus diesen Gründen sollte bei verdrecktem Wasser immer eine entsprechend robuste Schmutzwasserpumpe eingesetzt werden. Bei diesem Pumpentyp sind alle Teile so ausgelegt, dass auch kleine Steine, Schwebstoffe oder Sand problemlos gefördert werden können, ohne das Pumpwerk in Mitleidenschaft zu ziehen. Ist im abzupumpenden Wasser reichlich Treibgut vorhanden, sollte selbst eine Schmutzwasserpumpe durch einen Siebkorb vor der Masse an Feststoffen geschützt werden. Alternativ bietet es sich an, eine Schmutzwasserpumpe mit vorgebautem Häcksler zu verwenden. Diese Häcksler oder Mahlwerke zerkleinern alle üblichen Schwebstoffe im Schmutzwasser auf eine Größe, die von der Schmutzwasserpumpe bewältigt werden kann.

Waren die defekte Waschmaschine oder ein Wasserrohrbruch Ursache für die Überflutung der Kellerräume, steht in diesen für gewöhnlich klares, unbelastetes Wasser. Nur dann kannst du mit einer regulären Tauchpumpe als Klarwasserpumpe deinen Keller trocken legen. 

Schrittweise Anleitung zum Trockenlegen eines Kellers mit einer Tauchpumpe oder Schmutzwasserpumpe 

In detailliert beschriebenen Schritten erkläre ich dir nachfolgend, wie ein Keller schnell, mit wenig Aufwand und auf sichere Weise unter Einsatz von Tauchpumpen für Klar- oder Schmutzwasser trocken gelegt werden kann. 

Keller trockenlegen Anleitung

1. Sicherheit geht vor allem  

Noch bevor du dir in Gummistiefeln den Schaden im Keller ansiehst, musst du unbedingt alle Stromkreise im Untergeschoss stromlos schalten. Für gewöhnlich sind dazu eine oder mehrere Sicherungen vorhanden, die zu schalten sind. Damit diese nicht irrtümlich durch Dritte eingeschaltet werden, sollten diese Sicherungen mit einem Warnhinweis versehen werden. 

Heizt du mit Öl oder lagerst mineralölhaltige Stoffe wie Motoröl, Farben oder gar Benzin oder Diesel im Keller, musst du die Wasseroberfläche genauestens in Augenschein nehmen. Zeichnet sich ein flächenmäßig größerer Ölfleck ab, gut sichtbar durch sein Erscheinungsbild als Regenbogen, musst du eine Entscheidung treffen. Tritt beispielsweise viel Heizöl aus der Heizungsanlage aus, solltest du umgehend die Feuerwehr, sprich den Notruf und deine Versicherung benachrichtigen. 

Zu deiner finanziellen Sicherheit solltest du immer den Schaden unbedingt durch zahlreiche Fotos aus mehreren Perspektiven dokumentieren, um diese später als Beweis der Versicherung vorlegen zu können. Dabei ist es egal, ob der Keller nur überflutet oder ob obendrein Öl ausgetreten ist. 

Schwimmt Öl oder Benzin oder Diesel auf dem Wasser, beutet dies automatisch: Erhöhte Brandgefahr! 

Häufig wird unterschätzt, dass sich schwimmende brennbare Stoffe sehr leicht entzünden lassen. Auch deshalb ist es wichtig, die Kellerräume vom Stromnetz zu trennen. Außerdem sollten keine Fremdheizungen betrieben werden. Motoren, beispielsweise von einem Generator sollten nicht genutzt werden und das Rauchen ist zu unterlassen.  

Guter Rat: Sollte in deinem Keller tatsächlich reichlich Öl schwimmen und du pumpst dieses einfach mit dem Wasser in die Kanalisation oder ins Grüne, verstößt du gleich gegen mehrere Umweltschutzgesetzte. Folglich ist es wahrscheinlich, dass du dich gegenüber einem Richter verantworten musst, der dir zumindest ein sehr schmerzliches Bussgeld auferlegen wird. 

2. Zum richtigen Zeitpunkt mit dem Auspumpen des Kellers beginnen  

Es ist ein folgenschwerer Fehler, bereits während des noch andauernden Starkregens mit dem Auspumpen des Kellers zu beginnen, oder wenn durch die Überschwemmung noch immer reichlich Wasser vor der Tür steht. Erst wenn kein Wasser mehr nachläuft, kannst du deine Schmutzwasserpumpe einschalten. 

Der erste Hauptgrund hierfür ist die Energieverschwendung. So lange Wasser permanent nachläuft, kommt die Pumpe nicht zum Stillstand. So kann es passieren, dass die Schmutzwasserpumpe statt 50.000 Liter aus einem Keller 100.000 Liter und mehr abpumpen muss, weil mit dem Trockenlegen zu früh begonnen wurde. 

Der zweite Grund ist der wichtigere, denn es geht um die durch das eindringende Wasser entstehenden Schäden. Ist der Keller bereits vollgelaufen, strömt kein Wasser mehr nach. Beginnst du mit dem Abpumpen zu früh, dringt erneut Wasser ein. Dabei werden die Mörtelschichten im Mauerwerk weiter losgelöst, sogar Mauersteine können sich auflösen und plötzlich fallen die fest eingebauten Fenster aus der Wand. Dies sind Bauschäden, die du mit etwas Geduld und dem Warten auf den richtigen Zeitpunkt zum Trockenlegen des Kellers vermeiden kannst. Andererseits ist es extrem wichtig, dass die Kellerräume so schnell als möglich trocken gelegt werden. Her greift ein altes Sprichwort, welches besagt: Eile mit Weile! 

3. Abbergen von wertvollen Geräten und Möbeln 

Alles was im Wasser schwimmt, sollte daraus entfernt werden. Außerdem solltest du wichtige Geräte und bestimmte Dinge, die dir am Herzen liegen, aus den Kellerräumen bergen. Bewahrst du im Keller Konserven auf, ist es eine gute Idee auch diese ins Trockene zu holen. Ansonsten lösen sich die Etiketten auf und du musst zukünftig über den Inhalt der Dosen rätseln. 

4. Den Keller trocken legen – Schritt 1 

Sind diese Vorarbeiten erledigt und es läuft kein Wasser mehr nach, kommt deine Schmutzwasserpumpe zum Einsatz. Die Schmutzwasserpumpe stellst du immer an der tiefsten Stelle im Keller auf. Dies ist übrigens der Grund, warum in Regionen mit regelmäßigen Überschwemmungen der Kellerboden mit einem minimalen Gefälle auf einen kleinen Pumpenschacht zuläuft, sodass es einfacher ist, das Flutwasser abzupumpen. Ist dein Kellerboden vollständig eben, macht es Sinn, die Schmutzwasserpumpe zentral zu positionieren. 

Den Förderschlauch verlegst du so, dass er den Zuweg zum Keller nicht blockiert und niemand auf der Kellertreppe darüber stolpern kann. Das Ende, also der Auslass sollte dort befestigt werden, wo das Schmutzwasser gut entsorgt werden kann, ohne weitere Schäden anzurichten. Es ist fast immer notwendig das Schlauchende zu fixieren. Es werden Feststoffe mit entsorgt und oft gelangt etwas Luft in die Pumpe, weshalb das Schlauchende dazu neigt, wild umherzuschlagen.  

Da Schmutzwasserpumpen auch Schlamm und kleinere Schwebstoffe aufsaugen, wird dieser Typ Pumpe nicht flachsaugend angeboten. In der Folge kannst du den Keller nur bis zu einem verbleibenden Wasserstand von rund 2 cm entleeren. 

5. Den Keller trocken legen – Schritt 2

Für das Restwasser solltest du eine flachsaugende Klarwasserpumpe verwenden, die nach getaner Arbeit lediglich rund 1 mm Wasser stehen lässt. Also gerade so viel, wie sich mit einem Wischtuch gut aufnehmen lässt. 

Aber Vorsicht: Ist das Restwasser stark verschmutzt, solltest du keine Klarwasserpumpe nutzen, denn deren Pumpwerk wird mit großer Wahrscheinlichkeit stark beschädigt werden. 

Ein einfacher Trick mit relativ wenig Arbeit ist es, in einem solchen Fall die Schmutzwasserpumpe in einen großen Eimer zu stellen. Mit einer flachen Schaufel kannst du das Restwasser gut aufnehmen und in den Eimer füllen. Ist dieser voll, übernimmt das Gerät die weitere Entsorgung.  

6. Nachsorge tragen und Keller austrocknen 

Haben Schmutzwasserpumpe und schlussendlich die Klarwasserpumpe ihren Dienst getan, heißt es: Aufräumen! 

Wichtigster und erster Schritt sollte die Überprüfung aller Stromkreise in den Kellerräumen sein. Ist durch das Flutwasser irgendwo ein Kurzschluss entstanden, kann dies mit einem Messgerät festgestellt werden. Sind keine Kurzschlüsse vorhanden oder solche wurden fachgerecht behoben, können die Stromkreise wieder unter Spannung gesetzt werden, sprich, du schaltest die Sicherungen wieder ein.

Alle saugfähigen, nass gewordenen Gegenstände sind an der frischen Luft zu trocknen. Du solltest ein Restfeuchtemessgerät kaufen, um festzustellen, wie nass deine Kellerwände tatsächlich sind. In der Regel musst du immer dann weitere Maßnahmen ergreifen, wenn das Wasser über mehr als einen Tag in den Kellerräumen stand. Dann haben die Wände fast immer derart viel Wasser aufgenommen, dass die Räume mit einem großen, beheizbaren Lüfter getrocknet werden müssen. Bei den meisten Hausversicherungen ist diese Maßnahme zum Bautenschutz in einer Flutversicherung enthalten. Deshalb ist es wichtig, dass du vor dem Abschluss der Versicherung deren einzelnen Leistungen genau überprüfst. Lass dir aber trotzdem immer für den Einsatz einer Trocknungsheizung die Genehmigung der Versicherung schriftlich geben, damit es bei der Schadenbegleichung nicht zum Streit kommt.    

Rissbildung im Keller nach einer Überschwemmung 

Zeigen sich nach der Überschwemmung Risse im Wandputz, in der Kellerdecke oder im Fußboden, ist erhöhte Aufmerksamkeit gefragt. Manchmal sind diese Risse nur fein, allerdings lediglich auf der Oberfläche. Dahinter können sich bereits breite Spalte gebildet haben, die die Statik des Hauses bedrohen.

Keller Rissbildung

Es ist bei Rissbildung nach einer Kellerüberschwemmung immer ratsam, einen Fachmann hinzuzuziehen. Diese Spezialisten können mit moderner Technik die Wände durchleuchten und genau feststellen, wie breit die Risse unter dem Putz tatsächlich sind. Im schlimmsten Fall kommt es dazu, dass Wandsektionen aufgestemmt werden, um mit Stahlzangen und einem Spezialbeton die Risse zu schließen und um deren Neubildung zu verhindern. 

Schlussbemerkungen zum Thema: Keller nach Flut trocken legen 

Auch wer nicht in einem bekannten Überschwemmungsgebiet aber nahe eines Flusses oder größeren Baches wohnt, der sollte sich auf eine eventuelle Überschwemmung gefasst machen. Zudem ist es überall möglich, dass Starkregen, ein Wasserrohrbruch oder eine defekte Waschmaschine deinen Keller hüfthoch unter Wasser setzen. Aus diesen Gründen gehören eine Klar- und / oder Schmutzwasserpumpe mit entsprechend langem Förderschlauch genauso in jeden Haushalt, wie die Rauchmelder oder der Erste-Hilfe-Kasten. Achte beim Kauf deiner Klar- und / oder Schmutzwasserpumpe unbedingt auf eine gute Qualität, damit das Gerät im Notfall dann auch tatsächlich seinen Dienst ohne Ausfälle und Reparaturen versieht.

In unserem allgemeinen Ratgeber, kannst du dich auch über weitere spannende Themen informieren.

Hauswasserwerk oder Gartenpumpe?

Hauswerk oder Gartenpumpe – die optimale Wasserversorgung herstellen

Immer wieder taucht die Frage nach der optimalen Wasserversorgung auf. Dabei lässt sich genau diese Frage nicht auf Anhieb beantworten, denn die technischen Möglichkeiten bieten unterschiedliche Vorteile, aber auch Nachteile. So ist es von der individuellen Situation und der Art des Wasserverbrauchs abhängig, ob du mit einem Hauswerk / Hauswasserwerk oder einer Gartenpumpe besser beraten bist oder ob du gar einen Hauswasserautomaten anschaffen solltest.         

Hauswasserwerk, Gartenpumpe oder Hauswasserautomat: Art und Menge des Wasserbedarfs ermitteln

Das Einsparen von Trinkwasser ist in der Regel das Ziel, wird eine Brauchwasseranlage installiert. Schließlich sind die Gebühren für Trinkwasser und insbesondere Abwasser recht hoch. Dafür erhalten wir aber auch echtes Trinkwasser in hoher Qualität direkt aus der Leitung.  Zudem ist dieses Trinkwasser ein kostbares Gut, mit dem wir sehr schonend umgehen sollten. Leitungswasser ist deshalb viel zu schade, um damit die Toilette zu spülen, Geschirrspüler und Waschmaschine zu versorgen oder den Garten zu wässern. 

Welche der drei technischen Möglichkeiten für deine Zwecke und deinen Wasserbedarf ideal ist, kannst du ermitteln. Dazu musst du lediglich aufzeichnen, wofür du wieviel Wasser benötigst. Gebräuchlich sind folgende Verwendungszwecke von Wasser aus Brauchwasserleitungen.

Ermittlung des Wasserbedarfs

Volumenmäßig hohe Wasserentnahme

Du willst den Pool befüllen, deinen großen Garten mit ausreichend Wasser versorgen oder eine Beregnungsanlage im Gewächshaus betreiben. Erfahre hier ob du eine Gartenpumpe auch als Poolpumpe verwenden kannst.

Erfahre hier, welche Rolle der Trockenlaufschutz bei einem Hauswasserwerk oder Gartenpumpe spielt.

Oft geringere Mengen Wasser entnehmen

An das Brauchwassersystem willst du die Waschmaschine und den Geschirrspüler anschließen. Gerade moderne Geräte entnehmen mehrfach während eines Reinigungsprogramms Wasser in kleinen Mengen. Außerdem soll die Toilettenspülung versorgt werden. 

Gelegentlich größere oder mittlere Wassermengen entnehmen

Du nutzt das Wasser, um die Pflanzen im Haus und auf dem Balkon oder der Terrasse und im kleinen Garten zu gießen. Außerdem als Wischwasser zum Hausputz. 

Komplexe Wasserentnahme mit geringen, aber auch mit großen Wassermengen  

Der Garten muss gewässert werden, die Geschirrspülmaschine soll angeschlossen werden, außerdem willst du Wischwasser entnehmen und im Sommer das Planschbecken für die Kinder befüllen. 

Welche Art Pumpe sich für welche Zwecke besonders eignet

In der Tat haben diese drei Varianten der Hauswasserversorgung ihre spezifischen Vorzüge, aber auch Nachteile. Genau deshalb ist es wichtig, auf den Bedarf abgestimmt, das passende System auszuwählen. 

Unterschiedliche Arten von Pumpen

Die Gartenpumpe

Eine Gartenpumpe muss von Hand ein- und wieder ausgeschaltet werden. Zudem dauert es einige wenige Sekunden, bis der höchstmögliche Wasserdruck in der Entnahmeleitung hergestellt ist. Dafür kannst du kannst du zum relativ kleinen Preis Gartenpumpen kaufen, die dir konstant hohe Wassermengen bei gleichbleibendem Druck fördern. Deshalb sind Gartenpumpen ideal, soll mit dem Wasser der Pool befüllt, der Garten gegossen oder eine Beregnungsanlage betrieben werden. Selbst relativ kleine Gartenpumpen liefern bereits mehrere tausend Liter in der Stunde. Im Mittelbereich sind Modelle mit Fördermengen von 10.000 bis 40.000 Litern in der Stunde zu finden. Große Gartenpumpen, egal ob als Tauchpumpe oder Saugpumpe, liefern problemlos 100.000 Liter je Stunde und mehr und werden deshalb beispielsweise auch von den Feuerwehren genutzt. 

Der Hauswasserautomat 

Im Prinzip ist ein Hauswasserautomat nichts anderes als eine Gartenpumpe als Saugpumpe, die zusätzlich über einen Drucksensor verfügt. Wird irgendwo im Hauswassersystem Wasser entnommen, fällt der Druck. Der Sensor registriert den Druckabfall und schaltet die Pumpe ein. Deshalb dauert es meist nur zwei oder drei Sekunden, bis der volle Wasserdruck wiederhergestellt ist. Dafür bleibt der Druck dauerhaft erhalten, so lange, bis du die Wasserentnahme beendest. 

Allerdings kann es zur Abschaltung des Hauswasserautomaten kommen, obwohl das System einwandfrei funktioniert. Diese Sensoren besitzen ein Programm zur Notabschaltung, für den Fall eines Lecks in der Wasserleitung. Betreibst du deine Waschmaschine oder den Geschirrspüler mit dem Brauchwassersystem, kann die in viele Einzeldosen erfolgende Wasserentnahme durch ein Waschprogramm dieser Geräte vom Sensor als Leck missgedeutet werden. In der Folge schaltet der Sensor die Pumpe auf Störung, obwohl alles in bester Ordnung ist. 

Tipp: Wird der Hauswasswasserautomat in der normalen Trinkwasserleitung zur Erhöhung des Wasserdrucks betrieben, ist eine weitere Fehlerquelle vorhanden.  

Auch bei einigen Heißwasserspeichern kann es dazu kommen, dass fälschlicher Weise ein Leck vom Sensor registriert wird. Diese Geräte entnehmen beim Aufheizen gelegentlich mehrfach kleine Wassermengen zum Auffüllen, was ebenso zur Schaltung in den Störbetrieb führen kann. 

Das Hauswasserwerk

Beim Hauswasserwerk ist die Besonderheit der Druckkessel. Auf diese Weise wird erreicht, dass im gesamten Leitungssystem immer ein bestimmter, voreinstellbarer Mindestdruck vorhanden ist. Wird Wasser entnommen, fällt der Druck langsam, denn der Kessel führt Wasser nach. Erst wenn der Druck auf ein bestimmtes Niveau gefallen ist, springt die Pumpe an und baut erneut den Maximaldruck auf. 

Aufgrund der Konzeption ist beim Hauswasserwerk der Druck immer leicht schwankend, zwischen Minimal- und Maximaldruck. Werden nur kleine Wassermengen entnommen, springt die Pumpe oftmals nicht an, denn das fehlende Volumen wird durch Wasser aus dem Druckkessel ergänzt. Insofern ist diese Konstruktion energiesparend und materialschonend, denn die Gartenpumpe und der Hauswasserautomat müssen immer in Betrieb ein, selbst wenn nur ein kleines Glas Wasser entnommen wird.  Hier kommst du übrigens zu unserem Hauswasserwerk Vergleich.

Vorzüge und Nachteile von Gartenpumpe, Hauswasserwerk und Hauswasserautomat im Überblick 

Im Folgenden siehst du eine Auflistung der Vor- und Nachteile einer Gartenpumpe und eines Hauswasserautomaten.

Die Gartenpumpe

Vorteile:

  • liefert große Mengen Wasser bei konstantem Druck 
  • der Anschaffungspreis einer Gartenpumpe ist vergleichsweise günstig

Nachteile:

  • muss per Hand geschaltet werden.
  • ist bei der Entnahme kleiner Wassermengen unwirtschaftlich. 
  • Verschleiß bei häufigem Ein- und Ausschalten ist hoch.

In diesem Artikel erklären wir dir, was du bei einer Gartenpumpe im Winter beachten musst.

Der Hauswasserautomat

Vorteile:

  • automatische Schaltung bei Bedarf.
  • in Betrieb, werden auch große Wassermengen mit konstantem Druck gefördert. 

Nachteile:

  • bei Entnahme kleiner Wassermengen störanfällig. 
  • bei häufigem Ein- und Ausschalten relativ hoher Verschleiß. 

Das Hauswasserwerk

Vorteile:

  • es liegt permanent ein nutzbarer Wasserdruck an.
  • energieschonend durch Nachführen von Wasser aus dem Druckkessel. 
  • geringerer Verschleiß, weil das Hauswasserwerk seltener einschaltet. 

Nachteile:

  • Druck ist schwankend, niemals konstant. 
  • durch den Druckkessel für die Förderung großer Wassermengen weniger geeignet.   

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